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Judo von A - Z

Zuerst einige Infos über die japanische Aussprache

... im japanischen wird das Ende des Wortes leicht betont und nicht der Anfang,  man spricht  z. B. gata-me nicht ga-ta-me

... ausserdem ist die Betonung kaum hörbar (melodisch statt wie im Deutschen rhytmisch),  man sollte versuchen, so gleichmäßig wie möglich zu sprechen

... es gibt keine Mehrzahlbildung durch Anhängen eines ´s; man spricht die Judoka und nicht die Judokas

... ein K bzw. H am Anfang eines Wortes wird in einer Wortverbindung zum G bzw. B; es heißt Koshi (die Hüfte), aber O-goshi (Hüftwurf)

Nun kurz zur Aussprache von japanischen Buchstaben

 

 

 

 

sprich

e

gedehnt wie in See

ee

Nage

Nagee

z

wie

s

 

 

w

wie kurzes

u

Waza

Uasa

sh

wie stimmloses

sch

Koshi

Koschi

ch

wie

tsch

Uchi

Utschi

j

wie stimmhaftes sch

dsch

Juji

Dschudschi

y

wie

j

Yoko

Joko

ai, ei oi

mit Betonung jedes einzelnen Vokals

 

Seoi

Se-o-i

an. en

kurz wie

ann, enn

Dan

Dann


A
Ai-yotsu gleiche Auslage beider Kämpfer, d.h. Rechts- geg. Rechts-Kämpfer, Links- gegen Links-Kämpfer
Ashi Fuß, Bein
Ashi-gatame mit Hilfe des Beines / Fußes hebeln.
Ashi-guruma Knierad; den Partner über das vor das Knie gestreckte Bein werfen.
Ashi-uchi-mata innerer Schenkelwurf am Bein des Gegner bzw. mit Hilfe des Beins; Tori schlägt mit der Beinrückseite des Spielbeins von innen gegen die Oberschenkelinnenseite von Ukes vorne stehendem Bein
Auslage Art und Weise, wie man zum Gegner steht, wenn man den Griff aufnimmt (Rechts- oder Linksauslage)
Ausweichen den Angriffsschwung nutzen, um                                                    a) sich in Kraftrichtung der Wurfbewegung mitzubewegen;             b) entgegen der Wurfbewegung seitlich aus der Kraftrichtung     herauszugehen
Awasete zusammengenommen
Ayumi-ashi normales Gehen, bei dem sich die Füße wechselseitig überholen
B
Barai / Harai Fegen, wischen, ein sich bewegendes Bein in Bewegungsrichtung weiterführen.
Beinfasser auch: Beingreiftechniken, manchmal Beingrabscher genannt; Bezeichnung für die Techniken, bei denen man mit einer oder beiden Händen ein Bein/einen Fuß bzw. beide Beine von Uke blockiert oder wegreißt
C
Chui mittlere Bestrafung im Judo-Wettkampf; wird Gegner als Yuko gut geschrieben
D
Dan Meistergrad
De herauskommen, vorkommen
De-ashi-barai Fußfegen, den nach vorne kommenden Fuß weiterleiten
Diagonalgriff den diagonal gegenüber liegenden Ärmel des Partners fassen und dann mit der anderen Hand auf die Schulter (einseitiger Diagonalgriff) bzw. über die Wirbelsäule hinweg auf die entfernte Schulter fassen (beidseitiger Diagonalgriff)
Do der Weg, siehe Judo 
Dojo Ort des Begreifens des Weges , Judohalle
Dori greifen, ergreifen
E
Eri Kragen
Eri-seoi-nage Kragen-Schulterwurf; auf der Seite, wo man den Ärmel fasst, greift man auch in den Kragen von Uke
F
Finte Versuch, den Gegner mit einem angetäuschten Wurfansatz zu einer Reaktion zu provozieren, die man mit einer anderen Technik nutzen will. 
G
Gaeshi von Kaesu: zurückgeben, hier kontern (Gegenangriff)
Gake einhängen; Def. »ein Bein festlegen und den Körper über dieses Bein nach hinten drücken«
Garami beugen, verdrehen
Gari sicheln, Def. »ein belastetes Bein wegreißen, wegziehen«
Gatame unbeweglich machen, festhalten
Goshi / Koshi Hüfte
Guruma Rad
Gyaku umgekehrt
H
Hadaka frei, nackt
Hadaka-jime freies, nacktes Würgen; ohne Hilfe des judogi von Uke, nur mit dem Arm bzw. der Hand würgen
Hajime Beginnt ! (Aufforderung der Kampfrichter: Beginnt zu kämpfen !)
Hane federn, emporschnellen
Hane-goshi Hüftspringwurf
Hansoku-make Disqualifikation im Judo-Wettkampf (schwere Bestrafung). Eine direkte Bestrafung mit H.-M führt zum Ausschluß von einem Turnier
Hara Körpermitte
Hara-gatame Bauchhebel, den Arm mit Hilfe des Bauchs überstrecken.
Harai fegen
Harai-goshi Hüftfegen
Hikkomi hineingehen, hineinziehen, ziehen, hintergehen
Hikkomi-gaeshi Abwandlung des Sumi-gaeshi . Übergang zur Bodenlage.
Hiza Knie
Hiza-gatame mit dem Knie hebeln
Hiza-guruma Knierad
Hon Haupt, Wurzel, Basis (Grundform)
Hon-kesa-gatame Schärpen-Haltegriff, man liegt wie eine Schärpe über dem Oberkörper von Uke
I
Ippon Punkt; bedeutet vorzeitigen Sieg im Judo-Wettkampf; Ziel der Anwendung der judotechnik (Kampfrichter-Ansage)
Ippon-seoi-nage Punktschulterwurf, Schulterwurf an einem Arm
J
Jigotai Verteidigungshaltung
Jime würgen
Judo sanfter Weg (Sieg durch Nachgeben)
Judo-Prinzipien von JigoroKano entwickelte Prinzipien für die Vermittlung und Anwendung des Judo:                                                              »Bester Einsatz der vorhandenen Kräfte« (Sei-ryoku-zen-yo)         und                                                                                   »Gegenseitige Hilfe für den wechselseitigen Fortschritt und das beiderseitige Wohlergehen« (ji-ta-kyo-ei)
Juji Kreuz, über Kreuz
Juji-gatame Kreuzhebel
Juji-gatame, gerollt Variante des Juji-gatame, bei der Tori sich unter Uke rollt, um diesen auf den Rücken zu drehen
Juji-jime Kreuzwürgen; mit Hilfe der gekreuzten Unterarme würgen Nami-juji-jime = beide Handflächen zeigen nach unten; Gyaku-juji-jime = beide Handflächen zeigen nach oben; Kata-juji-jime = eine Hand zeigt nach oben, eine nach unten
K
Kaeshi Gegenwurf
Kakari-geiko spezieller Übungskampf gegen mehrere Gegner
Kami vom Kopf her, oberhalb, obenauf
Kami-shiho-gatame Kopfvierer, vom Kopf her unter den Armen in den Gürtel greifen 
Kannuki-gatame Riegelstreckhebel; den Arm verriegeln und überstrecken. 
Kata Schulter, Form
Kata-ashi-dori ein Bein wegziehen; das diagonal gegenüberliegende Bein angreifen 
Kata-guruma Schulterrad
Kata-ha-jime eine Schulter von Uke festlegen und dann würgen
Kata-te-jime mit einer Hand würgen
Katame /gatame fixieren, unbeweglich machen, kontrollieren
Katame-waza Kontrolltechniken
Keikoku schwere Bestrafung im Judo-Wettkampf; wird Gegner als Waza-ari gutgeschrieben
Kenka Streit
Kenka-yotsu gegengleiche Auslage (z. B. Rechts- gegen Linkskämpfer)
Kesa Schärpe
Khabarelli russischer Ringerwurf, bei dem man den Partner von vorne mit Hilfe des Beins aushebt; auch umgekehrter Uchi-mata genannt.              Nach Shota Khabarelli benannter Sambowurf.
Kinsa kleinstmöglicher Vorteil im Judo-Wettkampf; wird weder angesagt, noch angezeigt
Ko klein
Ko-soto-gake kleines äußeres Einhängen
Ko-uchi-barai kleines Fegen von innen
Ko-uchi-gari kleine Innensichel
Ko-uchi-maki-komi kleines inneres Mitfallen; das Bein von innen wegreißen/blockieren und den Gegner durch Fallenlassen des eigenen Gewichts werfen
Koga-Seoi-nage Variante des Seoi-nage oder Tsuri-komi-goshi, bei der man entgegen der normalen Faßart (»von außen«) eindreht; berühmt gemacht durch  Toshihiko Koga (Japan) 
Koka kleine Wertung im Judo-Wettkampf (Kampfrichter-Ansage)
Komi von Komu; hineingehen
Koshi-guruma Hüftrad; über die Hüfte werfen
Koshi-jime Variante des Kata-te-jime; wörtlich: »Hüftwürger«
Koshi-uchi-mata innerer Schenkelwurf mit der Hüfte von Tori
Kuchiki wörtl.: »ein morscher Baum«
Kuchiki-taoshi mit der Hand den gegenüberliegenden Fuß wegziehen
Kumi-kata Form des Greifens (die Art, den Judogi zu fassen)
Kuzure Variante, Abart
Kuzushi das Gleichgewichtbrechen des Judopartners, Wurfvorbereitung
Kyu Schülergrad
L
Laats-Abtaucher Variante des Yoko-otoshi oder des Kata-guruma, bei der man den Partner im Hürdensitz über die Schulter rollen läßt. 
M
Mae vorwärts, vorne
Mae-ukemi Fallübung vorwärts
Maki einrollen, drehen
Maki-komi in den Partner hineindrehen und mitrollen
Marhenke-Würger Variante des Juji-jime (manchmal auch Ryo-te-jime zugerechnet),     die von Marhenke (VfL Wolfsburg) in Deutschland bekannt gemacht wurde.
Mata Schenkel
Mate! »Stop!« (Kampfrichter-Kommando)
Mokuso Kommando, sich vor und nach dem Judotraining mit geschlossenen Augen zu konzentrieren; Konzentration im Judositz
Morote mit beiden Händen
Morote-gari mit beiden Händen sicheln (identisch mit Ryo-ashi-dori) 
Mune Brust, Oberkörper
N
Nage werfen
Nage-komi Wurfübung, Üben durch Werfen
Nage-waza Wurftechniken
Ne Bodenlage
Ne-waza Bodentechniken, Bodenarbeit
O
O groß
obi Gürtel
O-goshi großer Hüftwurf
O-guruma großes Rad; den Partner über das vor die Hüfte gestreckte Bein werfen
Okuri beide, zwei
Osae herunter, halten
Osae-komi Kampfrichterkommando : Haltegriff !
Osae-komi-waza Haltegrifftechniken
O-soto-gari große Außensichel
O-soto-otoshi großer Außensturz; von außen das Bein aufsetzen und den Partner darüber drücken
O-uchi-barai das vorkommende Bein von innen mit einer großen Bewegung der Beinrückseite weiterleiten
O-uchi-gari  große Innensichel
Okuri beide
Okuri-ashi-barai beide Beine fegen, Fußnachfegen
Okuri-eri-jime von Ukes Rückseite her mit Hilfe beider Kragen würgen
Osae-komi »Haltegriff!« (Kampfrichter-Kommando)
Oten umkippen
Oten-gatame Rollbankhebel
Otoshi stürzen; niederfallen
P
Pulling-out spezielle Schrittfolge mit starkem Armzug aus der Rückwärtsbewegung
R
Randori Kampfübung, Übungskampf
Rei grüßen; Kommando zum Gruß; man unterscheidet                       Za-rei (Gruß im Knien) und                                                          Tachi-rei (Gruß im Stehen)
Ryo zwei, beide
Ryo-ashi-dori beide Beine angreifen, wegziehen (identisch mit Morote-gari)
Ryo-te-jime mit beiden Händen würgen; von Ukes Brustseite her mit parallelen Unterarmen würgen
S
Sabaki drehen, ausweichen, verteidigen
Sankaku mit den zu einem Dreieck geformten Beinen den Arm und Kopf von Uke einklemmen 
Sankaku-garami den durch die zu einem Dreieck verschränkten Beine festgelegten Arm beugen und verdrehen
Sankaku-jime mit den zu einem Dreieck geformten Beinen eine Würgewirkung erzielen
Sankaku-Techniken Bodentechniken, bei denen Kopf und ein Arm des Gegners durch die zu einem Dreieck verschränkten Beine Toris festgelegt sind. 
Sasae stoppen, halten
Sasae-tsuri-komi-ashi Fußstopwurf, den Partner heben und nach vorne ziehen und mit dem Fuß stoppen
Se Rücken
Sensei Lehrer, Meister
Seoi auf den Rücken nehmen
Seoi-nage Schulterwurf; den Partner auf den Rücken nehmen und über die Schulter abwerfen
Shiai offizieller Wettkampf nach festgelegten Regeln
Shido kleine Bestrafung, entspricht Koka
Shisei Körperhaltung;  wie man sich judogemäß hinstellt; Unterscheidung in Shizentai (Körperbewegungen, Taktik des Angriffs)  und            Jigotai     (Verteidigungsstellung)
Sogo-gachi zusammengefasster Sieg, z. B. Keikoku plus Waza-ari, entspricht Ippon; (Kampfrichter-Ansage)
Sono-mama Kampfrichterkommando : Nicht bewegen
Sore-made Kampfrichterkommando: Kampfende
Soto außen
Soto-maki-komi äußeres Mitfallen; den Arm einklemmen und durch Einrollen und Blocken werfen
Sukui Schaufel
Sukui-nage Schaufelwurf; Uke wird mit Hilfe der Hände über ein Bein nach hinten geworfen
Sumi Ecke
Sumi-gaeshi Eckenkippe
T
Tai Körper
Tai-otoshi Körpersturz
Tai-sabaki Körperdrehungen; die Art wie man sich in eine Technik eindreht, bzw. sich dem Partner annähert
Tani Tal
Tani-otoshi Talfallzug
Taoshi umdrücken
Tate vertikal, senkrecht, längs
Tate-sankaku-gatame Variante des Tate-shiho-gatame.  Beine sind zu einem Dreieck verschränkt
Tate-shiho-gatame Reitvierer; den Partner von oben kontrollieren
Te-guruma Handrad
Toketa Haltegriff gelöst! (Kampfrichter-Kommando)
Tokui besonders gut
Tokui-waza Lieblingstechnik, Spezialtechnik
Tomoe wirbeln
Tomoe-nage Kopfwurf, den Partner gerade über den Kopf durch die Luft wirbeln
Tori der Angreifer, derjenige, der die Technik ausführt
Tsugi-ashi Nachstellschritt im Judo, die Füße werden nachgezogen, ohne dass sie sich überholen
Tsuri angeln, Hebezug
Tsuri-komi-goshi Hebezughüftwurf, den Partner anheben und nach vorne ziehen und mit beiden Armen über die Hüfte werfen
U
Übersteigen durch geschickte Gewichtsverlagerung auf das nicht angegriffene Bein über das sperrende Bein hinweggleiten und dabei die Kraftrichtung des Angreifers nutzen
Uchi innen
Uchi-mata innerer Schenkelwurf;
Ude der Unterarm
Ude-garami Armbeugehebel; den Arm im Ellenbogengelenk beugen, verdrehen und hebeln
Ude-gatame mit beiden Händen auf das Ellenbogengelenk drücken und hebeln
Uke derjenige, an dem die Technik ausgeführt wird
Ukemi Fallübung
Uki Schweben
Uki-gatame Schwebe-Haltegriff; Tori hält Uke in einer relativ unsicheren, »schwebenden« Position
Ura-nage Rückwurf; Wurf nach hinten. 
Ushiro rückwärts, nach hinten
Ushiro-goshi Hüftgegenwurf; Konter gegen Eindrehtechniken
Ushiro-kesa-gatame rückwärtiger Schärpen-Haltegriff
Ushiro-ukemi Fallübung rückwärts
Utsuri wechseln, auf die andere Seite
Utsuri-goshi Wechsel-Hüftwurf
W
Waki Körperseite 
Waza-ari halber Punkt im Judokampf (Kampfrichter-Kommando)
Waza-ari awasete Ippon zwei halbe Punkte ergeben Ippon (Kampfrichter-Kommando)
Y
Yakosoku-geiko Üben nach Vereinbarung
Yoko Seite, von der Seite
Yoko-guruma Seitrad; den Partner über die Körperseite werfen.  
Yoko-otoshi Seitsturz, den Partner zur Seite stürzen
Yoko-shiho-gatame Seitvierer; von der Seite kontrollieren
Yoko-sumi-gaeshi seitliche Eckenkippe
Yoshi Kampfrichterkommando nach Sono-mama : weiter geht´s !
Yuko mittlere Wertung
Z
Za-zen Fersensitz der buddhistischen Mönche;  Kommando im Judo,      den Fersensitz einzunehmen



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